Ihre Gebetsanliegen

„Es geht darum, dass wir unser geistliches Leben mit den Menschen teilen, dass wir sie teilnehmen lassen an dem Wirken Gottes in unserem persönlichen und gemeinsamen Leben und ihnen dadurch helfen, die Stellen zu finden, an denen Gott auch in ihrem Leben gewirkt hat und weiter wirken will. Leben teilen, Leben vermitteln.“
Sr. Gemma Hinricher (1932-1990)

Ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens und Dienstes ist das fürbittende Gebet. Wir möchten auch Ihnen, liebe Besucherinnen und Besucher, die Möglichkeit geben, uns Ihre Sorgen und Ängste mitzuteilen. Wir nehmen sie in unser tägliches Gebet auf und tragen sie vor Gott.

In unserer Kirche befindet sich am Eingang zur Krypta ein Anliegenkasten, in dem jede/jeder ihre/seine Sorgen, Nöte, Gebetsanliegen aufschreiben kann. Auch in Briefen, E-Mails, Gesprächen oder am Telefon wenden sich Menschen an uns mit der Bitte um das Gebet.

Schicken Sie uns eine E-Mail mit Ihrem persönlichen Gebetsanliegen an E-Mail schreiben

(Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir nicht jede E-Mail persönlich beantworten können. Auch können wir an dieser Stelle keine psychologische, psychotherapeutische oder psychiatrische Beratung anbieten.)


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Schwesternportrait

Sr. Mirjam

Seit der Gründung unseres Klosters, dem Karmel Regina Martyrum, 1984, lebe ich hier, neben der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum. Dieser Ort, angebunden an den geschichtsbeladenen Ort in der Nähe, Plötzensee, war mir von Anfang an eine Herausforderung. Weiterlesen ...

Dieser Ort birgt ein Geheimnis.

Dieser Ort birgt ein Geheimnis; das erlebe ich, wenn ich allein in unserer Kirche bin, um einen Gottesdienst vorzubereiten, beim Schmücken der Kirche mit Blumen, wenn wir Gottesdienst feiern, am Werktag in der Krypta oder am Sonntag mit der großen Gottesdienstgemeinde in der Oberkirche oder wenn ich Einzelne und Gruppen begleite, die die Gedenkkirche besuchen.

Unsere Kirche bietet einen Raum an, jenseits von Erwartetem. Oft ist der Besucher zuerst einmal sprachlos, und ich teile diese Sprachlosigkeit immer wieder neu, angesichts des Ortes mit allem, was seine Architektur und Kunst vermitteln.

Ein Raum des Erinnerns an Dunkles und Lichtes tut sich auf. Alles, was ich mitbringe, hat Platz. Jedes Anliegen, jede Bitte kann ich bei der Pietà in der Krypta mit dem Entzünden einer Kerze ablegen. Bei vielen Besuchern erlebe ich eine tiefe Dankbarkeit und ein großes Vertrauen, dass wir Schwestern ihre Sorgen, hier an diesem Ort, mit in unsere Fürbitte hineinnehmen.

In der Oberkirche lädt mich das große Altargemälde von Georg Meistermann ein, Gottes Verheißung zu trauen.

So ist diese Kirche, neben der ich leben darf – mit der ich lebe – für mich immer mehr zu meinem Ort geworden – ein spiritueller Ort der Stille, des Gebetes – ein Ort des Gedenkens und Erinnerns – auch ein ökumenischer Ort, denn unsere gelebte Ökumene hier baut auf der Ökumene der Märtyrer von Plötzensee auf. Unsere Gedenkkirche ist ein Ort der Begegnung für viele: Christen und Nichtchristen, für Glaubende und Nichtglaubende, für Menschen aus verschiedenen Kulturen, für Kunstinteressierte und Geschichtskundige, für Junge und Alte.

Ich erlebe, wie junge Menschen die Botschaft dieses Ortes verstehen, sie ahnen das Unverstehbare, das die Kunst anschaulich macht. Sie begegnen hier Vergangenem, auch dann, wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt – und sie begegnen gleichzeitig Gegenwärtigem. Mahnende Erinnerung kann zur wachen Verantwortung werden. So stärkt dieser Ort. Für mich ist es ein Hoffnungsort. Er hilft mir und vielen, die hierherkommen, den Verheißungen Gottes heute zu trauen.

Sr. Mirjam Fuchs OCD

Wer suchet, der findet!

Nichts soll dich verwirren,
nichts dich erschrecken.
Alles vergeht,

Gott ändert sich nicht.
Die Geduld
erlangt alles.

Wer Gott hat,
dem fehlt nichts.
Gott nur genügt.