Kloster

Ein Leben des Gebets
in Freundschaft mit Gott und den Menschen

Wenn wir von der Seele sprechen, sollten wir immer den Begriff von Fülle, Weite und Größe damit verbinden. In seinem Innern gewahrt der Mensch, wie in einem tiefen Abgrund, die Anwesenheit Gottes. Obgleich es der Herr ist, kann ich doch umgehen mit ihm wie mit einem Freund.

Teresa von Ávila (1515-1582)


»Karmel Regina Martyrum« – ein kontemplatives Kloster mitten in der Großstadt

Seit seiner Gründung 1984, direkt neben der Gedenkkirche, leben, arbeiten und beten hier Karmelitinnen. Die Schwestern erleben es als Herausforderung und als Chance, in Berlin einen Raum des Gebetes zu schaffen, der suchenden Menschen stets offensteht. Raum des Gebetes – das meint Abstand, Zurückgezogenheit und zugleich Offenheit, Gott und dem Menschen zugewandt sein.

Die Großstadt braucht, heute mehr denn je, Räume der Stille, in denen der Mensch aufatmen und zu sich selbst finden kann. Je lauter und anonymer das Leben gerade in der Großstadt ist, umso notwendiger werden solche Gegensätze.

Die Gemeinschaft trägt einen solchen Raum, wenn jede Schwester und alle zusammen sich immer neu auf den Weg der Freundschaft mit Gott und dem Menschen gerufen wissen.

Youtube Video

Dokumentation von TV Berlin (Dossier 24) – veröffentlicht und gesendet am 25.2.2014

Wir beten für Sie …

Spirituelle Angebote

Kloster auf (kurze) Zeit

Herzliche Einladung an junge oder jung gebliebene Frauen einen Nachmittag mit uns Schwestern zu verbringen – im Gespräch und Begegnung

Termine & Infos

Schwesternportrait

Sr. Teresia Benedicta

Es war vor allem die Sehnsucht nach Gott, die mich nach meinem Medizinstudium in die Gemeinschaft des Berliner Karmel führte, und die Offenheit, die mir durch die Schwestern hier entgegenkam. Diese Sehnsucht nach Gott, sei sie bewusst oder unbewusst, trägt jede und jeder in sich. Sie mit anderen zu teilen, darin liegt eine Chance und Herausforderung für uns Schwestern. Weiterlesen ...

Sehnsucht nach Gott

Wenn Menschen nach dem Warum unseres Lebens, unseres Daseins fragen, gibt es für mich nur bruchstückhafte, keine fertigen Antworten.

In unser „Haus der Stille“ kommen immer wieder Jugendliche, Schülerinnen und Schüler verschiedener Konfession oder solche, die sich ausdrücklich als Atheisten bezeichnen. Zum Kennenlernen des Klosters gehört jedes Mal ein Gespräch mit einer Schwester. Die Fragen dieser jungen Menschen nach Gott fordern uns heraus, und ihr ehrliches Interesse an unserem so anderen Leben lässt uns davon überzeugt sein: Sie nehmen etwas für ihr Leben mit.

Eine Schülerin schreibt in unser Gästebuch: „Ich glaube, den Weg zur Stille gefunden zu haben.“
Und ein Schüler: „Ich denke, dass der Tag im Kloster meine Perspektiven erweitert hat und ich mir ein differenzierteres Bild von der Kirche schaffen kann. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken, und ich wünsche mir, dass jeder Gottes Wege zu erkennen vermag, der es sich von Herzen wünscht.“
Eine Schülerin: „Sie verdienen meinen tiefen Respekt für das Leben, welches Sie hier führen. Ich würde die Ruhe nicht lange aushalten. Ich brauche mein chaotisches Berlin. Vielen Dank für den interessanten Einblick. Vielleicht sehen wir uns bald wieder; vielleicht als Schwestern, wer weiß.“

Etwas von der Sehnsucht habe ich versucht, in einem eigenen Gedicht ins Wort zu bringen, anlässlich meiner Ewigen Profess 2005:

Du, der Du da bist
verborgen
in der Wüste meines Lebens
offenbare deinen Namen
sprich zu mir
Dein Wort der Liebe

Du, der Du da bist
verborgen
im tiefsten Dunkel meiner Nacht
offenbare Deinen Namen
führe mich
den Weg ins Weite

Du, der Du da bist
verborgen
im Dornbusch meiner Sehnsucht
offenbare Deinen Namen
lass mich erkennen
wer Du bist

Sr. Teresia Benedicta

Wer suchet, der findet!

Nichts soll dich verwirren,
nichts dich erschrecken.
Alles vergeht,

Gott ändert sich nicht.
Die Geduld
erlangt alles.

Wer Gott hat,
dem fehlt nichts.
Gott nur genügt.