Rosen für den Frieden - Abschlussveranstaltung

  • Samstag 15. August 2026 | 18:00 Uhr
  • Gedenkkirche Maria Regina Martyrum

“DA HABEN DIE DORNEN ROSEN GETRAGEN
Wie aus Tod neues Leben wachsen kann.
Ein Kunstprojekt von Caroline Lauscher
ROSEN FÜR DEN FRIEDEN

Samstag, 15. August 2026
18:00 Uhr Abschlussveranstaltung
Wort | Musik | Gebet | Austausch

Gedenkkirche Maria Regina Martyrum, Feierhof


Die Künstlerin Caroline Lauscher
möchte zusammen mit vielen anderen Menschen, die sich in dieses soziale Projekt einbringen möchten, verwundeter Orte und Themen gedenken und sie mit Rosen bedenken. Es geht ihr dabei um Orte, die wie Dornen vergangener Zeiten bis in die Gegenwart schmerzen. Mit den Rosen schafft sie eine symbolische Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart und macht einen Weg von der Verletzung zur Heilung sichtbar.
„Da haben die Dornen Rosen getragen…“ heißt es in dem alten Pilgerlied „Maria durch ein Dornwald ging“. Das Lied war Ursprung dieses sozialen Projektes, es erzählt von Verwandlung, wie aus Tod neues Leben erwachsen kann, wie Verhärtungen weich werden und sich Verzweiflung in Zuversicht wandelt.


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Schwesternportrait

Sr. Teresia Benedicta

Es war vor allem die Sehnsucht nach Gott, die mich nach meinem Medizinstudium in die Gemeinschaft des Berliner Karmel führte, und die Offenheit, die mir durch die Schwestern hier entgegenkam. Diese Sehnsucht nach Gott, sei sie bewusst oder unbewusst, trägt jede und jeder in sich. Sie mit anderen zu teilen, darin liegt eine Chance und Herausforderung für uns Schwestern. Weiterlesen ...

Sehnsucht nach Gott

Wenn Menschen nach dem Warum unseres Lebens, unseres Daseins fragen, gibt es für mich nur bruchstückhafte, keine fertigen Antworten.

In unser „Haus der Stille“ kommen immer wieder Jugendliche, Schülerinnen und Schüler verschiedener Konfession oder solche, die sich ausdrücklich als Atheisten bezeichnen. Zum Kennenlernen des Klosters gehört jedes Mal ein Gespräch mit einer Schwester. Die Fragen dieser jungen Menschen nach Gott fordern uns heraus, und ihr ehrliches Interesse an unserem so anderen Leben lässt uns davon überzeugt sein: Sie nehmen etwas für ihr Leben mit.

Eine Schülerin schreibt in unser Gästebuch: „Ich glaube, den Weg zur Stille gefunden zu haben.“
Und ein Schüler: „Ich denke, dass der Tag im Kloster meine Perspektiven erweitert hat und ich mir ein differenzierteres Bild von der Kirche schaffen kann. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken, und ich wünsche mir, dass jeder Gottes Wege zu erkennen vermag, der es sich von Herzen wünscht.“
Eine Schülerin: „Sie verdienen meinen tiefen Respekt für das Leben, welches Sie hier führen. Ich würde die Ruhe nicht lange aushalten. Ich brauche mein chaotisches Berlin. Vielen Dank für den interessanten Einblick. Vielleicht sehen wir uns bald wieder; vielleicht als Schwestern, wer weiß.“

Etwas von der Sehnsucht habe ich versucht, in einem eigenen Gedicht ins Wort zu bringen, anlässlich meiner Ewigen Profess 2005:

Du, der Du da bist
verborgen
in der Wüste meines Lebens
offenbare deinen Namen
sprich zu mir
Dein Wort der Liebe

Du, der Du da bist
verborgen
im tiefsten Dunkel meiner Nacht
offenbare Deinen Namen
führe mich
den Weg ins Weite

Du, der Du da bist
verborgen
im Dornbusch meiner Sehnsucht
offenbare Deinen Namen
lass mich erkennen
wer Du bist

Sr. Teresia Benedicta

Wer suchet, der findet!

Nichts soll dich verwirren,
nichts dich erschrecken.
Alles vergeht,

Gott ändert sich nicht.
Die Geduld
erlangt alles.

Wer Gott hat,
dem fehlt nichts.
Gott nur genügt.