Offene Lesegruppe »Teresa von Ávila«

500 Jahre Teresa von Ávila
Was hat uns die hl. Teresa heute für unser eigenes Leben an Wertvollem, Richtungsweisendem, Erhellendem zu sagen?
Ort: Karmel Regina Martyrum, Haus der Stille - Leseraum 2. Stock

  • Mittwoch 26. April 2017 | 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

  • Mittwoch 31. Mai 2017 | 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

  • Mittwoch 28. Juni 2017 | 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

  • Mittwoch 27. September 2017 | 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

  • Mittwoch 25. Oktober 2017 | 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

  • Mittwoch 29. November 2017 | 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

  • Mittwoch 20. Dezember 2017 | 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

  • Mittwoch 17. Januar 2018 | 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

Teresa, die eine lange, zeitweise sehr schmerzhaft erlebte Suche nach einer authentischen Beziehung zu Gott durchlebt hatte, wollte anhand der Niederschrift ihres Glaubensweges, ihrer Anleitung zum »inneren Beten« anderen helfen, zu dieser – für sie als höchstes Glück empfundenen – Freundschaft mit Gott (und den Menschen) zu gelangen. Ausgestattet mit einem wachen Verstand und einer ungebrochenen Leidenschaft für Gott, lehrt sie in ihren Schriften, wie Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis einander bedingen und wie untrennbar die Liebe zu Gott von der Liebe zu den Menschen ist.


Herzliche Einladung zur – für alle Interessierten offenen – Lesegruppe »Teresa von Ávila«
Einmal im Monat von 19:30 bis 21:00 Uhr (Sommerpause im Juli und August)

Ort: Karmel Regina Martyrum, Haus der Stille – Leseraum 2. Stock

Information:
Sr. Johanna Maria, Karmel Berlin
Tel. 030 / 364 117-0
Katharina Weidner
E-Mail: E-Mail schreiben


Zurück
Schwesternportrait

Sr. Mirjam

Seit der Gründung unseres Klosters, dem Karmel Regina Martyrum, 1984, lebe ich hier, neben der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum. Dieser Ort, angebunden an den geschichtsbeladenen Ort in der Nähe, Plötzensee, war mir von Anfang an eine Herausforderung. Weiterlesen ...

Dieser Ort birgt ein Geheimnis.

Dieser Ort birgt ein Geheimnis; das erlebe ich, wenn ich allein in unserer Kirche bin, um einen Gottesdienst vorzubereiten, beim Schmücken der Kirche mit Blumen, wenn wir Gottesdienst feiern, am Werktag in der Krypta oder am Sonntag mit der großen Gottesdienstgemeinde in der Oberkirche oder wenn ich Einzelne und Gruppen begleite, die die Gedenkkirche besuchen.

Unsere Kirche bietet einen Raum an, jenseits von Erwartetem. Oft ist der Besucher zuerst einmal sprachlos, und ich teile diese Sprachlosigkeit immer wieder neu, angesichts des Ortes mit allem, was seine Architektur und Kunst vermitteln.

Ein Raum des Erinnerns an Dunkles und Lichtes tut sich auf. Alles, was ich mitbringe, hat Platz. Jedes Anliegen, jede Bitte kann ich bei der Pietà in der Krypta mit dem Entzünden einer Kerze ablegen. Bei vielen Besuchern erlebe ich eine tiefe Dankbarkeit und ein großes Vertrauen, dass wir Schwestern ihre Sorgen, hier an diesem Ort, mit in unsere Fürbitte hineinnehmen.

In der Oberkirche lädt mich das große Altargemälde von Georg Meistermann ein, Gottes Verheißung zu trauen.

So ist diese Kirche, neben der ich leben darf – mit der ich lebe – für mich immer mehr zu meinem Ort geworden – ein spiritueller Ort der Stille, des Gebetes – ein Ort des Gedenkens und Erinnerns – auch ein ökumenischer Ort, denn unsere gelebte Ökumene hier baut auf der Ökumene der Märtyrer von Plötzensee auf. Unsere Gedenkkirche ist ein Ort der Begegnung für viele: Christen und Nichtchristen, für Glaubende und Nichtglaubende, für Menschen aus verschiedenen Kulturen, für Kunstinteressierte und Geschichtskundige, für Junge und Alte.

Ich erlebe, wie junge Menschen die Botschaft dieses Ortes verstehen, sie ahnen das Unverstehbare, das die Kunst anschaulich macht. Sie begegnen hier Vergangenem, auch dann, wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt – und sie begegnen gleichzeitig Gegenwärtigem. Mahnende Erinnerung kann zur wachen Verantwortung werden. So stärkt dieser Ort. Für mich ist es ein Hoffnungsort. Er hilft mir und vielen, die hierherkommen, den Verheißungen Gottes heute zu trauen.

Sr. Mirjam Fuchs OCD

Wer suchet, der findet!

Nichts soll dich verwirren,
nichts dich erschrecken.
Alles vergeht,

Gott ändert sich nicht.
Die Geduld
erlangt alles.

Wer Gott hat,
dem fehlt nichts.
Gott nur genügt.