Exerzitien in Ökumenischer Gemeinschaft

Schweigen, Meditation mit täglichem Impuls, Gebet, Gespräch

  • Mittwoch 19. Juni 2024 | 18:00 Uhr - Sonntag 23. Juni 2024 | 11:30 Uhr
  • Karmel Regina Martyrum

Gott pflanzte einen Garten in Eden –
Von der Pflege des Seelengartens

Exerzitien in Ökumenischer Gemeinschaft

Mittwoch, 19. Juni 2024 | 18:00 Uhr bis Sonntag, 23. Juni 2024 | 11:30 Uhr

Nicht nur die katholische Heilige Teresa von Ávila hat im Bild des Gartens versucht, innere Prozesse der Seele zu beschreiben. Auch der Reformator Martin Luther kennt die Vorstellung vom Bestellen des Seelenackers. Wir wenden uns unserem eigenen inneren Garten zu und kommen ins Staunen über die Fülle dessen, was dort wächst. Und wir nehmen uns Zeit zum Hinschauen, was womöglich vernachlässigt wurde und neuer Zuwendung und Pflege bedarf. So schaffen wir Raum für das, was uns wesentlich ist und für die Begegnung mit Gott, dem großen Gärtner allen Lebens.

Exerzitien und Tage im Schweigen, mit täglichen Impulsen, Teilnahme an den Gebetszeiten und Gelegenheit zum geistlichen Begleitgespräch. Es bleibt Zeit zum Ausschlafen und Spazierengehen.

Mit: Andrea Richter, Evangelische Pfarrerin, Studienleitung, Spiritualität
und Sr. Mirjam Fuchs, Karmel Regina Martyrum

Kosten: 300,- EUR (Kursgebühr, Unterkunft und Verpflegung)

Anmeldung bitte bis zum 1.6.2024 online: go.akd-ekbo.de/sp24-seelengarten

Ort: Karmel Regina Martyrum, Heckerdamm 232, 13627 Berlin

Ökumenische Exerzitien_Seelengarten (pdf/178 KB)


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Schwesternportrait

Sr. Teresia Benedicta

Es war vor allem die Sehnsucht nach Gott, die mich nach meinem Medizinstudium in die Gemeinschaft des Berliner Karmel führte, und die Offenheit, die mir durch die Schwestern hier entgegenkam. Diese Sehnsucht nach Gott, sei sie bewusst oder unbewusst, trägt jede und jeder in sich. Sie mit anderen zu teilen, darin liegt eine Chance und Herausforderung für uns Schwestern. Weiterlesen ...

Sehnsucht nach Gott

Wenn Menschen nach dem Warum unseres Lebens, unseres Daseins fragen, gibt es für mich nur bruchstückhafte, keine fertigen Antworten.

In unser „Haus der Stille“ kommen immer wieder Jugendliche, Schülerinnen und Schüler verschiedener Konfession oder solche, die sich ausdrücklich als Atheisten bezeichnen. Zum Kennenlernen des Klosters gehört jedes Mal ein Gespräch mit einer Schwester. Die Fragen dieser jungen Menschen nach Gott fordern uns heraus, und ihr ehrliches Interesse an unserem so anderen Leben lässt uns davon überzeugt sein: Sie nehmen etwas für ihr Leben mit.

Eine Schülerin schreibt in unser Gästebuch: „Ich glaube, den Weg zur Stille gefunden zu haben.“
Und ein Schüler: „Ich denke, dass der Tag im Kloster meine Perspektiven erweitert hat und ich mir ein differenzierteres Bild von der Kirche schaffen kann. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken, und ich wünsche mir, dass jeder Gottes Wege zu erkennen vermag, der es sich von Herzen wünscht.“
Eine Schülerin: „Sie verdienen meinen tiefen Respekt für das Leben, welches Sie hier führen. Ich würde die Ruhe nicht lange aushalten. Ich brauche mein chaotisches Berlin. Vielen Dank für den interessanten Einblick. Vielleicht sehen wir uns bald wieder; vielleicht als Schwestern, wer weiß.“

Etwas von der Sehnsucht habe ich versucht, in einem eigenen Gedicht ins Wort zu bringen, anlässlich meiner Ewigen Profess 2005:

Du, der Du da bist
verborgen
in der Wüste meines Lebens
offenbare deinen Namen
sprich zu mir
Dein Wort der Liebe

Du, der Du da bist
verborgen
im tiefsten Dunkel meiner Nacht
offenbare Deinen Namen
führe mich
den Weg ins Weite

Du, der Du da bist
verborgen
im Dornbusch meiner Sehnsucht
offenbare Deinen Namen
lass mich erkennen
wer Du bist

Sr. Teresia Benedicta

Wer suchet, der findet!

Nichts soll dich verwirren,
nichts dich erschrecken.
Alles vergeht,

Gott ändert sich nicht.
Die Geduld
erlangt alles.

Wer Gott hat,
dem fehlt nichts.
Gott nur genügt.