Abstand finden zum Alltag

  • Freitag 13. Februar 2026 | 18:00 Uhr - Sonntag 15. Februar 2026 | 14:00 Uhr
  • Karmel Regina Martyrum, Haus der Stille

Abstand finden zum Alltag

Ashram Wochenende zum Aufatmen und Innehalten

13. Februar 2026, 18:00 Uhr bis 15. Februar 2026, 14:00 Uhr

Ort
Karmel Regina Martyrum, Haus der Stille, Heckerdamm 232, 13627 Berlin

Ansatz
Ort und Programm dieses Wochenendes werden Ihnen helfen, in Abstand zu Ihrem Alltag zu kommen, sich selbst zu zentrieren und auszurichten. Sie erhalten Anleitung bei allen spirituellen Übungen und lernen die Spiritualität des Ashram Jesu kennen. Mag sein, dass Sie etwas davon erleben, was Mutter Teresa etwa so beschreibt:
Die Frucht der Stille ist das Gebet.
Die Frucht des Gebetes ist Vertrauen.
Die Frucht des Vertrauens ist die Liebe.

Elemente
Volles Schweigen, Sitz- (5-6 mal 45’ insgesamt) und Gehmeditation, Betrachtung Heiliger Schriften, Karma Yoga / Körperentspannung, Impulse und Gespräche zur Meditation und Lebensweise im Ashram Jesu.

Kursleitung
Ada v. Lüninck, Leiterin des Ashram Jesu – Christliche Lebensschule

Kosten
Kursgebühr: 80 €
Übernachtung und vegetarische Verpflegung: 108 €
Gesamtkosten: 188 € p.P.

Anmeldung und Information:
Ada von Lüninck: E-Mail schreiben

Internetseite des Ashram Jesu


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Schwesternportrait

Sr. Mirjam

Seit der Gründung unseres Klosters, dem Karmel Regina Martyrum, 1984, lebe ich hier, neben der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum. Dieser Ort, angebunden an den geschichtsbeladenen Ort in der Nähe, Plötzensee, war mir von Anfang an eine Herausforderung. Weiterlesen ...

Dieser Ort birgt ein Geheimnis.

Dieser Ort birgt ein Geheimnis; das erlebe ich, wenn ich allein in unserer Kirche bin, um einen Gottesdienst vorzubereiten, beim Schmücken der Kirche mit Blumen, wenn wir Gottesdienst feiern, am Werktag in der Krypta oder am Sonntag mit der großen Gottesdienstgemeinde in der Oberkirche oder wenn ich Einzelne und Gruppen begleite, die die Gedenkkirche besuchen.

Unsere Kirche bietet einen Raum an, jenseits von Erwartetem. Oft ist der Besucher zuerst einmal sprachlos, und ich teile diese Sprachlosigkeit immer wieder neu, angesichts des Ortes mit allem, was seine Architektur und Kunst vermitteln.

Ein Raum des Erinnerns an Dunkles und Lichtes tut sich auf. Alles, was ich mitbringe, hat Platz. Jedes Anliegen, jede Bitte kann ich bei der Pietà in der Krypta mit dem Entzünden einer Kerze ablegen. Bei vielen Besuchern erlebe ich eine tiefe Dankbarkeit und ein großes Vertrauen, dass wir Schwestern ihre Sorgen, hier an diesem Ort, mit in unsere Fürbitte hineinnehmen.

In der Oberkirche lädt mich das große Altargemälde von Georg Meistermann ein, Gottes Verheißung zu trauen.

So ist diese Kirche, neben der ich leben darf – mit der ich lebe – für mich immer mehr zu meinem Ort geworden – ein spiritueller Ort der Stille, des Gebetes – ein Ort des Gedenkens und Erinnerns – auch ein ökumenischer Ort, denn unsere gelebte Ökumene hier baut auf der Ökumene der Märtyrer von Plötzensee auf. Unsere Gedenkkirche ist ein Ort der Begegnung für viele: Christen und Nichtchristen, für Glaubende und Nichtglaubende, für Menschen aus verschiedenen Kulturen, für Kunstinteressierte und Geschichtskundige, für Junge und Alte.

Ich erlebe, wie junge Menschen die Botschaft dieses Ortes verstehen, sie ahnen das Unverstehbare, das die Kunst anschaulich macht. Sie begegnen hier Vergangenem, auch dann, wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt – und sie begegnen gleichzeitig Gegenwärtigem. Mahnende Erinnerung kann zur wachen Verantwortung werden. So stärkt dieser Ort. Für mich ist es ein Hoffnungsort. Er hilft mir und vielen, die hierherkommen, den Verheißungen Gottes heute zu trauen.

Sr. Mirjam Fuchs OCD

Wer suchet, der findet!

Nichts soll dich verwirren,
nichts dich erschrecken.
Alles vergeht,

Gott ändert sich nicht.
Die Geduld
erlangt alles.

Wer Gott hat,
dem fehlt nichts.
Gott nur genügt.