Impuls für den Tag

1. September 2026

Gebet für die Schöpfung

Gott,Schöpfer von Himmel und Erde
und allem was in ihnen wohnt.

Du hast uns nach Deinen Vorlieben erschaffen
und uns zu Verwaltern Deiner gesamten Schöpfung,
unseres gemeinsamen Hauses, gemacht.

Du hast uns mit Sonne, Wasser und reichem Land gesegnet,
damit alle ernährt werden können.

Öffne unseren Geist und berühre unserer Herzen,
damit wir uns um Dein Geschenk der Schöpfung
kümmern können.

Hilf uns, uns bewusst zu werden,
dass unser gemeinsames Haus nicht nur uns gehört,
sondern auch denen, die nach uns kommen,
und dass es in unserer Verantwortung liegt, sie zu bewahren.

Mögen wir jedem Menschen helfen,
die Nahrung und die Ressourcen zu sichern, die er braucht.

Zeige den Bedürftigen,
dass Du in diesen schwierigen Zeiten für sie da bist,
vor allem den Ärmsten und denjenigen,
die am stärksten gefährdet sind, in Vergessenheit zu geraten.

Verwandle unsere Angst, Sorge und Gefühle der Isolation
in Hoffnung, damit wir eine echte Bekehrung des Herzens
erleben können.

Hilf uns, kreative Solidarität bei der Bewältigung der Folgen
dieser globalen Pandemie zu zeigen.

Ermutige uns zur Akzeptanz der Veränderungen,
die für das Gemeinwohl notwendig sind.

Mehr denn je sollten wir jetzt das Gefühl haben,
dass wir alle vereint sind, in unseren Bemühungen,
dass der Schrei der Erde
und der Schrei der Armen erhört wird.

Wir sprechen zu Dir durch Christus, unseren Herrn.
Amen.

(Papst Franziskus)


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Schwesternportrait

Sr. Teresia Benedicta

Es war vor allem die Sehnsucht nach Gott, die mich nach meinem Medizinstudium in die Gemeinschaft des Berliner Karmel führte, und die Offenheit, die mir durch die Schwestern hier entgegenkam. Diese Sehnsucht nach Gott, sei sie bewusst oder unbewusst, trägt jede und jeder in sich. Sie mit anderen zu teilen, darin liegt eine Chance und Herausforderung für uns Schwestern. Weiterlesen ...

Sehnsucht nach Gott

Wenn Menschen nach dem Warum unseres Lebens, unseres Daseins fragen, gibt es für mich nur bruchstückhafte, keine fertigen Antworten.

In unser „Haus der Stille“ kommen immer wieder Jugendliche, Schülerinnen und Schüler verschiedener Konfession oder solche, die sich ausdrücklich als Atheisten bezeichnen. Zum Kennenlernen des Klosters gehört jedes Mal ein Gespräch mit einer Schwester. Die Fragen dieser jungen Menschen nach Gott fordern uns heraus, und ihr ehrliches Interesse an unserem so anderen Leben lässt uns davon überzeugt sein: Sie nehmen etwas für ihr Leben mit.

Eine Schülerin schreibt in unser Gästebuch: „Ich glaube, den Weg zur Stille gefunden zu haben.“
Und ein Schüler: „Ich denke, dass der Tag im Kloster meine Perspektiven erweitert hat und ich mir ein differenzierteres Bild von der Kirche schaffen kann. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken, und ich wünsche mir, dass jeder Gottes Wege zu erkennen vermag, der es sich von Herzen wünscht.“
Eine Schülerin: „Sie verdienen meinen tiefen Respekt für das Leben, welches Sie hier führen. Ich würde die Ruhe nicht lange aushalten. Ich brauche mein chaotisches Berlin. Vielen Dank für den interessanten Einblick. Vielleicht sehen wir uns bald wieder; vielleicht als Schwestern, wer weiß.“

Etwas von der Sehnsucht habe ich versucht, in einem eigenen Gedicht ins Wort zu bringen, anlässlich meiner Ewigen Profess 2005:

Du, der Du da bist
verborgen
in der Wüste meines Lebens
offenbare deinen Namen
sprich zu mir
Dein Wort der Liebe

Du, der Du da bist
verborgen
im tiefsten Dunkel meiner Nacht
offenbare Deinen Namen
führe mich
den Weg ins Weite

Du, der Du da bist
verborgen
im Dornbusch meiner Sehnsucht
offenbare Deinen Namen
lass mich erkennen
wer Du bist

Sr. Teresia Benedicta

Wer suchet, der findet!

Nichts soll dich verwirren,
nichts dich erschrecken.
Alles vergeht,

Gott ändert sich nicht.
Die Geduld
erlangt alles.

Wer Gott hat,
dem fehlt nichts.
Gott nur genügt.