KARMEL IM ÜBERBLICK
Der
Name
stammt von einem
Gebirgszug in Israel, der zwischen dem Mittelmeer und der Ebene Jesreel liegt. Das hebräische Wort
bedeutet "Fruchtgarten". In der biblischen Erinnerung ist der Berg Karmel
mit dem Propheten Elija verknüpft (1 Kön 18).
Ursprünge:
Abendländische Einsiedler lassen sich im 12. Jahrhundert auf dem Gebrigszug Karmel nieder. Eine
Gruppe schließt sich zu einer losen Gemeinschaft zusammen, die sich die
"Brüder der seligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel" nennen. Sie
erhalten vom Patriarchen von Jerusalem eine Lebensordnung, die sogenannte
"Ursprüngliche Regel", die noch heute als Grundgesetz des
Karmelordens gilt. Die wichtigste Anweisung lautet: "Jeder soll Tag und
Nacht im Gesetz des Herrn meditieren und im Gebet wachen."
Schon im 13.
Jahrhundert gehen die Karmeliten nach Europa und leben
nach einer gemilderten Regel als Bettelmönche.
Die ersten Frauenklöster werden im 15. Jahrhundert dem Orden angegliedert.
Reform:
Teresa von Avila
(1515-1582), seit 1535 Karmelitin im Kloster von der
Menschwerdung in Avila, gründet 1562 mit
Gleichgesinnten das erste Kloster der Reform. Bis zu
ihrem Tod folgen 16 weitere Reformklöster für Frauen und zwei
für Männer.
Kernpunkte ihrer Reform sind der Vorrang des Gebetes, die Pflege des
Eremitischen (Schweigen), aber auch die Gemeinschaft, die Anspruchslosigkeit im Lebensstil sowie
die Ausrichtung des Lebens auf die Fürbitte für die Nöte der Kirche und der Menschen.