KARMEL REGINA MARTYRUM BERLIN

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Hinrichtungsstätte Plötzensee
Hinrichtungsstätte Plötzensee
"Halten wir ihm wieder die gefesselten Hände als Anerkennung der inneren Bindung hin und setzen wir weiterhin die ganze Existenz auf ihn. Daß sich das ganze Leben so in eine Weite der Anbetung und Übergabe sammeln kann! Und auch des Vertrauens!"
Alfred Delp SJ, geb. 1907
Hingerichtet in Plötzensee am 2.2.1945

BERLIN-PLÖTZENSEE


Der Karmel Regina Martyrum wurde neben der Gedenkkirche für die Opfer des Nationalsozialismus gegründet, nicht weit von der ehemaligen Hinrichtungsstätte Plötzensee entfernt. Der Ort fordert dazu heraus, die Erinnerung an die dunkelste Periode unserer Vergangenheit wachzuhalten und sensibel zu werden für heutige Formen von Intoleranz und Diskriminierung, nicht zuletzt sensibel zu werden für die Mitmenschen, die unsere Teilnahme brauchen.

Die Bereitschaft, vergangenes Leid und die täglich neu begegnenden Leiden so vieler Menschen an sich heranzulassen, gründet in der Offenheit gegenüber Gott und in einer lebendigen Beziehung zu Jesus Christus. So verstehen die Berliner Karmelitinnen ihr Leben in einem umfassenden Sinn als Fürbitte. Auch die vielfältigen Formen der Begegnung und des Gespräches, für die ein Kloster in der Großstadt der Ort ist, führen immer wieder zu dieser Mitte:
vor Gott zur Sprache zu bringen, was Menschen bewegt, und dies auch gemeinsam mit allen zu tun, die mit uns beten wollen.